Will man bei einem der Anbieter mitspielen, so erfolgt
im ersten Schritt ein normaler Registrierungsprozess mit den persönlichen
Angaben.
Zusätzlich erhält der Spieler ein Spielkonto, welches
als eine Art "Geldbörse" benutzt wird. Über das Guthaben auf diesem
Spielkonto werden alle Wetttransaktionen abgewickelt. Dies setzt voraus,
dass der Spieler vor der ersten Pokerrunde einen Betrag auf dieses Konto
einzahlt. Die späteren Einsätze und Gewinne werden über dieses Spielkonto
verrechnet.
Diese Vorgehensweise ist vergleichbar mit dem Kauf
virtueller "Chips", mit denen dann im Casino gespielt werden kann.
Die Bezahlung dieser virtuellen Chips kann mit den
gängigen Bezahlverfahren im Internet erfolgen.
Die Einzahlung (Pay-In) auf dieses Spielkonto wird über
diverse Payment Methoden abgewickelt. Gute Anbieter zeichnen sich durch
umfangreiche Bezahlverfahren aus, um neben der klassischen Kreditkarte auch
die nationalen Bezahlverfahren der Spieler zu berücksichtigen. Da dem
Poker-Anbieter für die Einzahlung des Betrages Kosten entstehen, sind die
Einzahlungsmethoden mit Kosten versehen, die manchmal dem Spieler
auferlegt werden.
Für die Einzahlung per Überweisung oder Western Union
werden vom Spieler keine zusätzlichen Gebühren seitens des Anbieters
erhoben. Der Nachteil dieser Einzahlungsvariante ist die Dauer, bis der
Betrag auf dem Spielkonto gutgeschrieben wird. Bis die Banken eine nationale
oder gar internationale Überweisung ausgeführt hat, können bereits ein paar
Tage ins Land gehen. Allerdings ist erst nach Zahlungseingang bei dem
Anbieter der Einzahlungsbetrag garantiert.
Etwas schneller ist die Einzahlung per Kreditkarte. Die
Kreditkarte hat den Vorteil, dass der Händler umgehend erfährt, ob die
Kreditkarte verfügungsberechtigt ist. Allerdings verlangen die
Kreditkartengesellschaften eine hohe Gebühr von den Anbietern für die
Akzeptanz von Kreditkartenzahlungen. Diese Gebühr wird in der Regel an den
Spieler weiter berechnet.
Zusätzlich werden den nationalen Zahlungsmethoden
Rechnung getragen. Dies sind z.B. die nationalen Lastschriftmethoden (Direct
Debit, ELV) oder Debitkartenlösung wie Delta, Switch&Solo und England (UK).
Pay-out / Auszahlungen
Das Ziel des Spielers ist es, zu gewinnen. Daher ist
die Auszahlung der Beträge von dem Spielkonto ebenfalls interessant: Die
Auszahlung auf die Kreditkarte ist durch Regularien der Kreditgesellschaften
unterbunden. Auf Visakarten kann eine Auszahlung bis maximal des ursprünglich belasteten Betrag erfolgen. Deshalb sind die gängigsten Formen die Überweisung bzw. das
Verschicken eines Schecks sowie die Auszahlung auf Debitkarten mit
Geldautomatenfunktion (ATM). Somit kann der Spieler seine Gewinne an jedem
Geldautomat zu Bargeld wandeln.
Die wichtigsten Anbieter von Paymentverfahren in der
Wettbranche:
Kreditkarte
Die Kreditkarte ist international das gängigste
Bezahlverfahren und somit auch von großer Bedeutung für die Poker-Industrie.
Das Spielkonto wird per Kreditkartenzahlung aufgeladen und auf der
Abrechnung erscheint entweder der Pokerabieter oder ein Payment-Dienstleister.
Visa und Mastercard gestatten die Zahlung bei Casinos, währen American
Express dies untersagt. Gewinne können auf die Kreditkarten nicht
ausgezahlt werden. Für das Aufladen per Kreditkarte entstehen dem
Pokeranbieter erhebliche Kosten. Diese Kosten werden von manchen Anbietern
auf den Spieler umgelegt.
Überweisung
Die Einzahlung per Überweisung ist in der Regel für den
Spieler kostenlos. Der Spieler vermerkt auf seinem Spielekonto, dass er
einen bestimmten Betrag überweisen wird. Zusammen mit einer
Transaktionsnummer und dem Accountname (Username) wird der Betrag dann
überwiesen.
Der Überweisungsbetrag wird, je nach Banklaufzeit, etwa
2 bis 3 Tage später auf dem Spielekonto gutgeschrieben. Von Nachteil ist die
lange Banklaufzeit, denn erst nach der endgültigen Gutschrift steht der
Betrag dem Spieler uneingeschränkt zur Verfügung.
Die Banküberweisung ist das favorisierte
Bezahlverfahren für die Pokeranbieter, da der eingezahlte Betrag des Spielers
garantiert und unwiderruflich auf dem Konto des Wettanbieters gutgeschrieben
wird. Des Weiteren ist dem Pokeranbieter somit auch die Bankverbindung für
etwaige Auszahlungen bekannt.
Online-Überweisung
Die Online-Pberweisung basiert auf dem bekannten Online-Banking-Verfahren mit PIN und TAN. In Deutschland nennt sich dieses Verfahren Giropay, in Österreich eps und in Holland iDEAL.
Wenn das eigene Bankkonto die technischen Voraussetzungen für die Online-Überweisung erfüllt sind, dann öffnet sich die Seite der eigenen Hausbank. Der Überweisungsbetrag ist bereits vorausgefüllt und per PIN und TAN wird die Überweisung authorisiert. Der Überweisungsbetrag wird, im Gegensatz zu der normalen Banküberweisung, auf dem Spielkonto umgehend gutgeschrieben.
Lastschrift
Lastschrift
Die Lastschrift ist das meistverbreitteste Bezahlverfahren in Europa. Bei
der Bezahlung per Lastschrift wird der Spielbetrag dem Konto nach 2 bis 3
Tagen abgezogen und dem Wettanbieter gutgeschrieben. Wie bei der
Überweisung auch, steht dem Spieler erst nach Ablauf dieser Zeitspanne der
Betrag zur endgültigen Verwendung zur Verfügung. Stammkunden bekommen den
Betrag bereits umgehend zur Verfügung gestellt.
Scheck
Scheck
Der Scheck wird vorwiegend zur Auszahlung von Wett-Gewinnen verwendet.
Für die Einzahlung ist dieses Verfahren, bedingt durch die Postlaufzeit (4
bis 7 Tage) des Schecks sehr langwierig.
Soll das Spielekonto per Scheck aufgeladen werden, so
muss im Vorfeld die Registrierung abgeschlossen sein. Der per Scheck zu
zahlende Betrag wird im Vorfeld bei dem Wettanbieter angekündigt und man
erhält eine Transaktionsnummer. Diese Transaktionsnummer wird auf den Scheck
vermerkt und dann an den Wettanbieter verschickt.
Wenn der Scheck beim Wettanbieter eintrifft, wird er
dem Spielkonto gutgeschrieben und der Spieler kann mit dem Wetten beginnen.
Beantragt man die Auszahlung des Wett-Guthabens per Scheck, so kann eine
Scheckeinreichungsgebühr bei der Hausbank erhoben werden. Die Höhe der
Gebühr richtet sich danach, ob der Scheck in der gleichen Währung wie das
Konto geführt wird und ob es sich um eine ausländische bzw. inländische Bank
handelt.
Ein in Pfund ausgestellter Scheck von einem englischen
Wettanbieter kann erhebliche Kosten verursachen.
Es gibt eine Vielzahl von weiteren Internet Casino
Bezahlverfahren. Dazu gehören Bezahlverfahren von Anbietern wie NETeller, Moneybookers oder Firepay.
Alle diese Verfahren verfolgen das Ziel, vorab einen
Betrag auf ein Guthabenkonto zu überweisen, der später als Spieleinsatz bei
dem Erwerb der virtuellen Chips überwiesen wird. Mit diesem „Umweg“ wird das
Interesse der Casinos an garantierte Zahlungen Rechnung getragen.
Die mittlerweile gängigste Form der Auszahlung ist per
eWallet über die vorgenannten Anbieter. Dies ist schneller und günstiger als
der Scheckversand oder eine internationale Überweisung.
Manche eWallet Anbieter haben das eWallet System mit
einer Debitkarte verknüpft und somit ist eine Abhebung des eWallet Guthabens
an jedem Geldautomat zeitnah möglich.
Eine eWallet ist eine virtuelle Geldbörse, mit der in
verschiedenen Internet Geschäften bezahlen werden kann. Damit per virtuelle
Geldbörse auch Geld ausgegeben werden kann, muss diese Geldbörse
„aufgeladen“ sein.
Dieses „Aufladen“ kann verglichen werden mit der
Barabhebung an einem Geldautomat, um das klassische Portemonnaie der offline
Welt mit Bargeld „aufzuladen“.
Der Vorteil liegt darin, dass Enduser zu sehr geringen
Gebühren:
bei Pokeranbieter zahlen können
Geld an andere Spieler/Personen übertragen können
(Person-2-Person)
schnell von einem Pokeranbieter zu einem anderen Anbieter Geld transferiert zukönnen und zudem
Gewinne vom Pokeranbieter den Spieler ausgezahlt werden
können
Da in der offline Welt in jedem Land andere
individuelle nationale Bezahlverfahren existieren, tragen die eWallet
Anbieter dem Rechnung und vereinfachen die Zahlungsabwicklung zwischen
Partnern aus unterschiedlichen Ländern.
Der eWallet Inhaber lädt seine eWallet mit seinem
nationalen Bezahlverfahren auf und überweist als eWallet-2-eWallet an einen
anderen Spieler oder an den Wettanbieter.
Das Aufladen der eWallet kann über zahlreiche nationale
Bezahlverfahren erfolgen, wobei die Kosten des Aufladens durch den Kunden
getragen werden. Dieses Aufladen ist in der Regel bei einer Überweisung
kostenlos, bei einer Kreditkarte können Gebühren bis zu 5% des
Aufladebetrags dem Nutzer berechnet werden.
Mit diesen eeWallet-Systemen kann man als registrierter
User bei diversen Wett- und Casinoseiten bezahlen. Die Anmeldung bei einem
solchen System ist schnell und komfortabel.
Die wichtigsten eWallet-Anbieter sind:
eWallet-Anbieter
www.neteller.com ist ein amerikanisches System und in England an der Börse notiert.
NETeller verfügt über knapp 1,5 Mio. Mitglieder und wird bei ca. 4.000
Händlern als Bezahlverfahren akzeptiert.
Sprache:Deutsch, Englisch
Bezahlvariante: eWallet-System
Einzahlung: NETeller ist ebenfalls ein eWallet System, es ist mit
den Auflademöglichkeiten Kreditkarte und Überweisung ausgestattet. Das
Aufladen per Kreditkarte kostet den Spieler ein Aufschlag von 3,5% und
funktioniert nur per Visa Kreditkarte.
Des Weiteren kann das eWallet Konto um eine Debitkarte
erweitert werden, über die Wett-Gewinne am Geldautomaten ausgezahlt werden können.
www.firepay.com ist eine eWallet Lösung der Firma Surefire. Die Firma Surefire wurde
2002 von der deutschen Firma EBS (heute Wirecard) übernommen.
Sprache:Englisch
Bezahlvariante: eWallet-System
Einzahlung: Das Aufladen des FirePay Kontos ist ausschließlich mit
einem amerikanischen Bankkonto möglich. Dafür sind Ein- und Auszahlungen
ohne weitere Gebühren möglich.
Ist eine eWallet Lösung des Anbieters Wirecard. Nach
der Registrierung hinterlegt man die Bezahldaten Kreditkarte oder
Lastschrift. Die persönlichen Angaben und die Bezahldaten werden per
Telefonrückruf und per Testüberweisung auf das Bankkonto verifiziert.
Möchte man bei einem Wettanbieter per Click2Pay
bezahlen, so wird das eWallet Konto kostenlos über den entsprechenden Betrag
aufgeladen, der eine Sekunde später auf das Konto des Wettanbieters
gutgeschrieben wird.
Dieser Vorgang kann auch als "Durchbuchen" bezeichnet
werden. Der Vorteil liegt für den Wettanbieter an der gewährten
Zahlungsgarantie. Der Spieler hat neben der kostenlosen Auflademöglichkeit
den Vorteil, dass nur der Betrag auf das eWallet geladen wird, die auch
wirklich bei dem Händler ankommen sollen.
Des Weiteren kann das eWallet Konto um eine Debitkarte
erweitert werden, über die Wett-Gewinne am Geldautomaten ausgezahlt werden können.
www.moneybookers.com Das englische eWallet System ist vorwiegend bei
europäischen Wettanbietern im Einsatz und hat seinen Schwerpunkt bei
Sportwetten-Anbietern & Pokeranbietern. Moneybookers ist bekannt für die schnelle Abwicklung von Ein- und Auszahlungen. Das Angebot wird in zahlreichen Sprachen angeboten.
www.paysafecard.de ist eine Geldkarte mit einem festen Guthaben, die in
zahlreichen Ladengeschäften in Österreich und Deutschland erworben werden
kann. Auch über das Internet können virtuelle Paysafecards gekauft werden.
Mit einer solchen Paysafecard kann ein Spielekonto anonym aufgeladen werden.
Zu diesem Zwecke wird der Aufladebetrag auf dem
Wett-Konto angegeben. Man wird dann auf die Paysafecard geleitet und
autorisiert die Zahlung mit seiner Paysafecard-Nummer
Sprache:Deutsch, Englisch
Bezahlvariante: Prepaidkarte
Einzahlung: Bar, die Karte wird im Ladengeschäft
gekauft
www.citadelcommerce.com ist eine Lösung speziell für die
amerikanischen Nutzer. Der besondere Vorteil liegt in der
Auflademöglichkeit per elektronischem Scheck.
Während Web Dollar das Bezahlsystem von Boss Media ist, nennt sich das
Bezahlsystem des Software-Anbieters Cryptologic entsprechend ECash.
Einzahlungen auf ECash erfolgen per Kreditkarte,
Scheck, E-Check oder Überweisung. Auszahlung erfolgen per Scheck oder
E-Check. Eine Überweisung von ECash zu ECash Konto ist möglich.
Auch kann man, wie bei anderen eWallet Lösungen auch,
bei allen Casinos bezahlen, die auf der Software von Cryptologic basieren.
www.webdollar.com ist eine Art eWallet mit zahlreichen integrierten
Aufladeverfahren. Web Dollar wird von allen Angeboten eingesetzt, die auf der
Boss Media Software basieren.
Bei Web Dollar muss man sich unabhängig von dem
Wettanbieter erneut registrieren und erhält einen Code zugemailt.
Auszahlungen erfolgen ebenfalls per Scheck oder per
Überweisung. Eine Überweisung von Webdollar-Konto zu Webdollar-Konto ist möglich.
Sprache:Deutsch, Englisch
Bezahlvariante: eWallet-System
Einzahlung: Das Aufladen des Kontos ist per Kreditkarte, Paysafecard oder per Überweisung
kostenlos möglich.
Western Union ist ein amerikanisches Überweisungssystem, welches ein
weltweites Filialnetz betreibt.
In Deutschland wird Western Union z.B. über die
Postbank angeboten. Um eine Überweisung per Western Union vorzunehmen, muss
im Western Union Office ein Formular mit den persönlichen Angaben ausgefüllt
werden und der Überweisungsbetrag bar eingezahlt werden.
Als Einzahlungsquittung erhält man eine eindeutige
Transaktionsnummer. Diese Transaktionsnummer wird dem Zahlungsempfänger
mitgeteilt. Dieser kann mit dieser Transaktionsnummer und einer Legitimation
zu einer der weltweiten Western Union Stationen gehen und sich den Betrag in
bar auszahlen lassen.
Eine Überweisung per Western Union kostet den Zahlenden
eine Gebühr, die sich nach der Höhe des Überweisungsbetrages richtet.
Per Western Union kann innerhalb von wenigen Stunden
ein Betrag weltweit überwiesen werden.