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Geldverdienen mit Pokern – wie arbeiten Poker-Affiliates?

Wetten und Spielen ist aktuell eine der am stärksten wachsenden Branchen im Internet: Wohin man auch schaut und klickt, wird man mit dem Thema konfrontiert. Während im letzten Jahr zur Weltmeisterschaft noch an jeder Ecke Sportwetten angeboten wurde, stößt man aktuell permanent auf Poker und auch Casino-Angebote. Aber auch Internet-Lotterien mit 100 Millionen Euro-Jackpots sowie Bingo, Backgammon und Skat um Geld sind mittlerweile möglich und immer beliebter – und werden entsprechend beworben.

Viele Affiliate  überlegen daher, ob es sich für sie lohnt, auch in das online-Pokern Business einzusteigen. Um diese Frage richtig zu beantworten, sollten Affiliate  folgendes beachten:

Während das Thema bis hinauf zum europäischen Gerichtshof kontrovers ausgefochten wird, so wird aller Voraussicht nach am 01.01.2008 ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten. Dieser Glücksspielstaatsvertrag wird die Werbemöglichkeiten noch einmal einschränken und jegliche Internet- und Fernsehwerbung grundsätzlich verbieten.

Vor diesem juristischen Hintergrund müssen auch die verschiedenen Variationen von Glücksspiel unterschiedlich bewertet werden. Hier beschränken wir uns auf das Pokern im Internet.

Erfahrene Pokerspieler werden Pokern wohl immer als Geschicklichkeitsspiel einordnen, da Pokern sehr viel Übung und ein hohes mathematische Verständnis erfordert. Es lässt sich auch nicht mit Glück erklären, dass sich fast immer die gleichen Pokerspieler an den Finaltischen der Pokerweltmeisterschaft (WSOP) treffen.

Dem widerspricht jedoch die juristische Einordnung des Pokerns hierzulande: Pokern um Geld wird in Deutschland und Österreich als Glücksspiel angesehen - Werbung, die Veranstaltung und selbst die Teilnahme an Pokerpartien um Geld sind hier verboten und strafbar. Hierzulande gilt grundsätzlich, dass das Bewerben von illegalem Glücksspiel verboten ist. Dieses Vergehen ist ein Straftatbestand und  „wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft“ (StGB §284 Abs. 4)!

Der einzige Anbieter von legalem Glücksspiel in Deutschland ist der Staat, der als als Betreiber von Spielbanken und als Anbieter von Lotto und der Sportwette Oddset agiert – mit einem Wort: In Deutschland ansässige Affiliate, die für online-Poker werben, machen sich in jedem Falle strafbar!  

Aktuelle Werbung auf deutschen Internetseiten oder im TV bezieht sich daher auch nicht auf Pokerangebote unter der .com-Adresse, sondern auf kostenlose Pokerschulen für das Spielen um Spielgeld unter .net-Adressen. Aber auch dem Umweg über das Bewerben von Pokerschulen wird mittlerweile ein Riegel vorgeschoben: Nachdem bei Google für den Begriff „Poker“ seit längerer Zeit keine Adwords mehr geschaltet werden können, gilt dies ab dem 01. Juli 2007 auch für neutrale Begriffe wie z.B. „Pokerschule“.

Aber auch die amerikanische Regierung hat dem Pokermarkt sehr restriktiv einen Riegel vorgeschoben und geht mit voller Härte gegen Anbieter vor, die amerikanischen Bürgern das Pokerspiel ermöglichen. Dadurch haben zahlreiche Pokeranbieter den Fokus vom amerikanischen Pokermarkt auf den europäischen Markt gerichtet – und mit ihnen immer mehr Affiliates, die von den Affiliate-Programmen der Pokeranbieter gut leben: Diese Affiliates verdienen sehr gut. Es gibt Affiliates für den amerikanischen Markt, die bis zu 50.000 Dollar im Monat verdienen.

Der deutschsprachige Markt entsteht erst und ist noch jung – aber hat in riesiges Wachstumspotential. Dennoch gibt es bereits ausländische Affiliates, die mit Pokerwerbung im deutschsprachigen Internet 10.000,- US$ und mehr im Monat verdienen.

Innerhalb von Europa ist der deutschsprachige Markt für diese Anbieter mit am interessantesten. Es gibt ca. 130 Millionen Personen, die Deutsch sprechen - fast 3 Millionen spielen im Internet. Davon wiederum spielen mehr als 100.000 Internetpoker.

Der durchschnittliche Pokerspieler in Europa ist männlich (73,8%) und zwischen 26 und 35 Jahren alt. In Deutschland ist der Anteil der Frauen etwas höher (32%) als im europäischen Durchschnitt, die stärkste Altersgruppe bilden die 35 bis 54jährigen. Der durchschnittliche Pokerspieler spielt zwei bis drei Mal pro Woche und ist dann zwischen ein bis zwei Stunden vorwiegend in den Nachtstunden im Netz.

Die Betreiber von Pokerseiten verdienen ihr Geld an dem Topf (Rake), den der Gewinner der entsprechenden Runde einstreicht. Ein Anteil von etwa 5% geht für die Veranstaltung und Betreuung der technischen Infrastruktur an den Pokeranbieter.

Die Pokeranbieter zahlen für Affiliate-Marketing eine Einmalprovision (CPA) in Höhe von 35,- bis 120,- US$ oder eine Lifetime-Provision. Diese Lifetime-Provision entspricht etwa 20% bis 40% der Rake-Einnahmen.

Im Affiliate-Marketing werden Marketing-Tools wie SEO, Traffic-Seiten oder Backlinks-Netzwerke angewandt, die sich sowohl für das klassische Online-Marketing, wie auch für das Gaming eignen.

Was im Adultbereich die Thumbnail Gallery (TGP) ist, sind im Pokerbereich die entsprechenden Pokerinformationsseiten (pokertips.org, pokerstrategy.de oder mr-poker.net), die ausführlich die verschiedenen Pokeranbieter vorstellen und bewerten. Desweiteren gibt es entsprechende PokerBlogs oder Pokerforen, die als Meinungsbilder für Pokerseiten fungieren. Eine Übersicht der wichtigsten Pokerforen und Pokerinformationsseiten findet man unter www.mr-poker.net/pokerlinks/

Ein sehr beliebtes Marketinginstrument sind Bonuscodes, die dem Pokersspieler bei seiner Registrierung z.B. eine Verdopplung des Ersteinzahlungsbetrages gewähren und erlauben, den Pokerspieler eindeutig einem bestimmten Affiliate zuzuordnen.

Diese Bonuscodes werden in entsprechende Foren, per Email-Newsletter oder auch „offline“ verteilt. Dabei werden die vom Affiliate angebotenen Bonusbeträge jedoch von seinen Einnahmen abgezogen.

Eine andere Form der Bonusgewährung sind Rakeback-Systeme. Dabei gewährt der Affiliate dem Pokerspieler einen Anteil an seiner erzielten Rakeprovision. Bedingung ist die Anmeldung über den Affiliate-Link bei dem Pokeranbieter (de.rakeback.org). Es gibt auch Rückvergütungen in Form von Sachpreisen, die entweder als Pokersoftware (calculatem.com) oder Pokerkoffer (mr-poker.net) gewährt werden.

Die Entscheidung, welche Pokerseite ein Affiliate bewirbt, wird meistens aus der Sichtweise des Pokerspielers getroffen. Denn die interessantesten Affiliateprovisionen sind uninteressant, wenn der Pokerspieler ein unbefriedigendes Angebot erhält.
 
Nach dem BonusCode sind für Pokerspieler die Bezahlverfahren für die Einzahlung auf das Spielkonto von zentraler Bedeutung. Es wird erwartet, dass eine umfangreiche Auswahl der verschiedensten Einzahlungsverfahren angeboten wird.

Besonders wichtig sind lokale Bezahlverfahren, wie zum Beispiel die deutsche Lastschrift (Pokerstars.de) oder die Überweisung auf ein deutsches Konto (bwin). Neben flexiblen Einzahlungsmöglichkeiten ist eine schnelle und zuverlässige Auszahlung von zentraler Bedeutung.

Der Pokeranbieter sollte eine einwandfreie Reputation genießen und über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügen, da Pokerspieler sich häufig vorab in entsprechenden Pokerforen oder -portalen über die Seriosität und Zuverlässigkeit der verschiedenen Angebote informieren.

Während noch vor ein paar Monaten die Pokeranbieter ihre Webseiten und Pokersoftware ausschließlich in englischer Sprache angeboten haben, findet man die Angebote der größten Anbieter nun auch in den wichtigsten europäischen Sprachen.

Neben der Webseite in der lokalen Sprache sollten auch der Support und die Kontaktmöglichkeiten in einer entsprechenden Sprachauswahl angeboten werden.

pokerstarsUm mit den Pokerspielern neben einer intensiven Kundenbindung auch eine lange Haltezeit aufzubauen, gewähren die Pokeranbieter VIP-Treuebon-Programme und bieten Pokerturniere mit hohen Gewinnen an.

Während Pokerspieler von den Anbietern geradezu hofiert werden, müssen sich die Affiliates bei zahlreichen Pokeranbietern eine stiefmütterliche Betreuung gefallen lassen.

So beschränken zahlreiche Pokeranbieter das Angebot von Werbemitteln rein auf englische Materialien oder 1-zu-1-Übersetzungen in den entsprechenden Landessprachen. Dabei werden die landesspezifischen Besonderheiten in der Kundenansprache nicht ausreichend berücksichtigt. Häufig sinkt mit steigendem Bekanntheitsgrad des Pokeranbieters zugleich die Qualität des Affiliate-Programms.
 
Der in Deutschland größte und bekannteste Pokeranbieter Pokerstars z.B. bietet sein sehr dürftiges Affiliate-Programm nur registrierten Usern an. Die dürftige Statistik gibt nur die Anzahl der geworbenen User wieder, Bonuscodes und Banner werden nur per Email-Kommunikation vergeben.

bwin partnerDas Backend von Pokerstars wird im negativen Sinne nur noch von bwin übertroffen. Bei Bwin-Poker werden keinerlei Marketingtools zum Download angeboten - Bonuscodes oder andere Kundenvorteile gibt es überhaupt nicht. Zudem sind die Statistiken nicht besonders aussagefähig und bieten keinerlei Möglichkeiten für weitere Analysen.

pokeraffiliateEbenfalls aus dem bwin-Konzern kommt pokeraffiliate.com mit den Pokerprogrammen Europoker und Pokerroom. Man kann auswählen zwischen CPA (Provision pro aktivem Spieler) oder einem lebenslangen Anteil an den Einnahmen des Pokeranbieters vom Stack (Revenue Share). Je nach Anzahl der insgesamt geworbenen Spieler erhält man z.B. bei mehr als 150 aktiven Spielern den Goldstatus und einen CPA von $120,- oder 34% vom Stack. Im höchsten Status gibt es ein CPA von $150,- bzw. 40% Lifetime Provision. Ebenso helfen umfangreiche nationale Banner und Bonusprogramme, wie z.B. 100% Aufschlag auf die erste Einzahlung bei einer erfolgreichen Neukundenwerbung.

unitedpartnerprogramWie es besser geht, zeigt unitedpartnerprogramm.com von Everestpoker. Die Affiliate-Seiten und der Support in deutscher Sprache, eine sehr gute Bannerauswahl und interessante Bonuscodes zeichnen dieses Affiliateprogramm aus. Es wird eine Lifetimeprovision gewährt, die bei 25% beginnt und bis 40% betragen kann.

europartnerAuch TitanPoker bietet ein sehr gutes Affiliateprogramm an. Der Affiliate-Anbieter heißt europartners.com und ist ebenfalls in deutscher Sprache verfügbar. Es gibt eine sehr detaillierte Statistik und eine große Bannerauswahl.

partypartnersPartyPartners betreut die Seiten PartyPoker und EmpirePoker. Die Provisionssätze liegen mit 20% bis 30% bzw. einem CPA von $65 im unteren Bereich. Bei PartyPartners können mehrere unterschiedliche Bonusprogramme für die Spieler erstellt und angeboten werden. Als Affiliate kann man auswählen, ob man seinen Kunden pauschal $25,- bei der Ersteinzahlung schenken will oder lieber 30% auf den Ersteinzahlungsbetrag.

Die aufregenste Pokerseite ist aktuel PKR. Bei PKR steht nicht das Spielen, sondern eher die Unterhaltung im Vordergrund. Der Spieler kann sich einen eigenen 3D-Spielertypen erstellen. Man kann den Spielern Bonusprogramme wie 50% oder 100% auf die erste Einzahlung anbieten oder auch eine Rakeback-Provision. Wer PKR bewerben möchte, kann dies bei PKR-Partner machen.

Wer sich über die verschiedenen Pokeranbieter und die entsprechenden Affiliateprogramme informieren und austauschen möchte, kann dies z.B. im Wettenforum unter http://www.wettenforum.com/forum/affiliate-marketing tun.  

 

 

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