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Texas Hold'em

Im Internet oder Spielcasino ist die beliebteste Pokervariante Texas Hold’em. Beim Texas Hold’em erhält jeder Spieler verdeckt 2 Karten ausgeteilt.

Diese verdeckten Karten bezeichnet man als:

  • Hole Cards

  • Pocket Cards oder

  • Pockets

Zusätzlich werden 5 Karten offen in die Mitte des Tisches gelegt, die als Community Cards oder Gemeinschaftskarten bezeichnet werden. Diese Community Cards werden von allen Mitspielern gemeinsam genutzt. Jeder Spieler wählt gedanklich aus diesen fünf Gemeinschaftskarten drei Karten aus und kombiniert diese mit seinen zwei verdeckten Karten. Der Spieler bildet auf diese Weise eine möglichst gute 5-Karten-Hand.

Im Vorfeld des Spiels wird über die Höhe des Einsatzes entschieden. Für die folgende Erklärung wird von einem Mindesteinsatz von €1,- und einem Maximaleinsatz von €2,- ausgegangen. Dies schreibt man dann wie folgt:

€1 - €2

Der Spielablauf

Der Dealer (Kartenausgeber) gibt jedem Spieler zwei verdeckte Karten. Nach jeder Spielrunde wechselt der Dealer im Uhrzeigersinn.

Die ersten beiden Spieler, die links vom Dealer sitzen, müssen ein „Blind Bet“ machen. Dies bedeutet, dass diese einen Mindesteinsatz in den Pott legen, ohne vorher die Karten gesehen zu haben. Die anderen Mitspieler brauchen diesen Einsatz in der Runde nicht zu bringen. Dieser Einsatz dieser beiden Spieler ist somit ein Art Grundstock oder Mindesteinsatz.

Der Spieler, der links vom Dealer sitzt, setzt die Hälfte des Mindesteinsatzes. In diesem Fall als 50 Cent. Dieser Einsatz wird als Small Blind bezeichnet.

Der dann folgende Spieler setzt den Big Blind und entspricht dann dem Mindesteinsatz von hier €1,-.

Die zusammen 1,50 entsprechen dem Grundeinsatz (Ante) und ist unabhängig von der der Gesamtanzahl der Spieler, da nur die ersten beiden Spieler links neben dem Dealer einen Einsatz leisten.   

Nach jeder Spielrunde wechselt der Dealer und somit auch die beiden Spieler, die den Blind setzen müssen.

Dann werden die beiden "pocket cards" ausgeteilt und die erste Setzrunde beginnt. Der erste Spieler links von dem Spieler, der den "Big Blind" Grundeinsatz gesetzt hat, beginnt mit der Setzrunde.

Setzrunde

Bei den Setzrunden hat der Spieler folgende Möglichkeiten:

  • Call– Den Einsatz „mitgehen“ also ebenfalls den gleichen Einsatz setzen, den der andere Spieler als höchsten Einsatz gebracht hat. Ein Call wird oft aus Mangel an Alternativen gewählt. Man will nicht aussteigen (fold) oder selber erhöhen (raise). Dies verleitet dazu, dass man in schwache Blätter investiert und somit einen typischen Anfängerfehler begeht. Call ist eher geeignet, um die gegnerischen Hände zu kontrollieren.


  • Check– Mitgehen, wenn die Erhöhung 0 ist. Ein Einsatz ist nicht nötig, um im Spiel zu bleiben. Bei schlechten Händen kann man immer checken. Aber auch bei guten Händen kann man checken. Z.B. dann, wenn man in der nächsten Runde raisen will.


  • Bet– einen Einsatz bringen / mitgehen. Sollte man grundsätzlich nur mit guten oder sehr guten Händen machen, da beim bet Geld in die Mitte geschoben werden muss. Natürlich auch mit schlechten Karten möglich, wenn man bluffen möchte.


  • Raise- den Einsatz noch einmal erhöhen, wenn jemand ein bet gesetzt hat.


  • Fold – aussteigen bzw. die Karten zusammen legen. Man gibt die Chance auf, den Pot zu gewinnen. Sollte man kein bet bringen müssen, dann braucht man nicht folden, sondern kann ohne Einsatz mitgehen (check). Grundsätzlich sollte man mit schlechten Blättern folden und dies bereits in der ersten Setzrunde machen.

Der Einsatz in der Setzrunde können 0,- sein. Dies ist dann der Fall, wenn alle Spieler ausschließlich „checken“ und keiner der Spieler ein „Bet“ macht.

Mit dem Setzen beginnt der dritte Spieler links vom Dealer (oder der erste Spieler links vom Big Blind. Dieser Spieler entscheidet in der Regel zwischen „Checken“ oder „Bet“. Der Spieler mit dem Dealer Button trifft die letzte Entscheidung und muss nur auf das Verhalten der anderen reagieren.  

  • Flop:Nach dem alle Mitspieler die beiden Pocket cards erhalten haben und die erste Setzrunde abgeschlossen ist, erfolgt der Flop. Als Flop wird das Aufdecken der ersten drei Gemeinschaftskarten durch den Dealer genannt. Danach beginnt die zweite Setzrunde.


  • Turn:Als Turn wird das Aufdecken der vierten Gemeinschaftskarte genannt, an die sich ebenfalls eine Setzrunde anschließt.


  • River:Schließlich wird die letzte offene Karte ausgelegt, der River, und es folgt die letzte und das Spiel beschließende Setzrunde.

Bei festen Einsätzen wird in den letzten beiden Setzrunden der Einsatz im Vergleich zu den ersten beiden Setzrunden verdoppelt. Wie in diesem Beispiel wird mit €1 begonnen, um dann in den letzten beiden Runden auf €2 zu verdoppeln.

Dies sind die Grundregel. Weil dies so einfach ist, erklärt, warum Texas Hold’em zu den beliebtesten Pokervarianten gehört.

Hold'em wird in den Varianten No Limit, Pot Limit und Limit gespielt.

  • No Limit - Bei No Limit darf der Spieler um jeden beliebigen Betrag zwischen dem Mindesteinsatz (in Höhe der Big Blind) und der dem Spieler am Tisch zur Verfügung stehenden Geld-/Chipmenge (Stacksize) bieten bzw. um diesen erhöhen.

  • Pot Limit- Bei Pot Limit Hold'em bestimmt die Höhe des Topfes den Maximalbetrag eines Gebotes.

  • Limit - Bei Limit Hold'em kann immer nur ein festgelegter Betrag geboten beziehungsweise um ihn erhöht werden. Dieser Betrag entspricht in den ersten beiden Bietrunden (vor dem "Flop" und nach dem "Flop") der Big Blind (Small Bet). In den Runden nach dem "Turn" und nach dem "River" wird meist (aber nicht zwingend) der doppelte Betrag verwendet (Big Bet). Meist darf bei Limit Spielen pro Bietrunde nur 4 Mal geboten oder erhöht werden.

Geht ein Spieler "All-In" (setzt seinen gesamten Einsatz), dann spielt er nur bis zu dem von ihm gesetzten Betrag. Alle weiteren Einsätze der anderen Spieler werden in einem Side-Pot ausgespielt, den der All-In Spieler nicht gewinnen kann.

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